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Timo Dentler und Okarina Peter

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Biographie:

Timo Dentler, geboren in Ulm, studierte von 1990 bis 2000 Bhnenbild an der Kunstakademie Dsseldorf bei Karl Kneidl, dessen Meisterschler er 1999 wurde. 1996 erhielt er den Markus-Lpertz-Preis der Kunstakademie Dsseldorf. Erste Engagements fhrten ihn von 1992 bis 1998 als Bhnenbild- und Kostmbildassistent ans Berliner Ensemble, an die Oper Frankfurt, die Wiener Festwochen und die Münchner Kammerspiele. Er arbeitete in der Zeit u. a. eng mit Peter Zadek und Peter Palitzsch zusammen.

Seit 2002 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Okarina Peter, mit der er gemeinsam 2009, 2011, 2013 und 2016 von der Fachzeitschrift
Opernwelt als bester Bhnenbildner und 2011 und 2016 als bester Kostmbildner nominiert wurde.

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Produktionen 2019 / 2020 (Auswahl)


August 2019 BONIFAZIUS |
Fulda Open Air
Regie: Stefan Huber

Oktober 2019 LE NOZZE DI FIGARO |
Oper Bonn
Wiederaufnahme Regie Aron Stiehl

Oktober 2019
DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN
| Staatsoperette Dresden
Wiederaufnahme – Regie Axel Köhler

Oktober 2019
ORPHEUS IN DER UNTERWELT
| Theater Bielefeld
Wiederaufnahme Regie Nadja Loschky

8. November 2019 JUGENDLIEBE UA von Ivan Calbérac
Theater Bielefeld | Theater am alten Markt
Regie Michael Heicks

16. November 2019
MÄRCHEN IM GRAND HOTEL |
Staatsoper Hannover
Regie: Stefan Huber

6. Dezember 2019
AMELIA S'ENVOLE |
Philharmonie Luxembourg
Regie: Tomo Sugao

Januar 2020 CABARET | Semperoper Dresden Semper 2
Wiederaufnahme Regie Manfred Weiß

18. Januar 2020 HAMLET |
Theater Baden Baden
Regie: Harald Fuhrmann

Februar 2020 NABUCCO |
Staatstheater Nürnberg
Wiederaufnahme Regie: Immo Karaman

29. Februar 2020 FAUST (Gounod) |
Theater Bielefeld
Regie: Tomo Sugao

8. März 2020 DIE FLEDERMAUS |
Oper Bonn
Regie: Aron Stiehl

5. April 2020
WIE WERDE ICH REICH UND GLÜCKLICH ?

Semperoper Dresden
Semper 2
Regie: Manfred Weiß

2. Mai 2020 BORIS GODUNOW | Volksoper Wien
Regie: Peter Konwitschny

16. Mai 2020
DIE WELT, EIN RAUM MIT FLÜGELN |
Stadthaus Ulm

Albrecht Ludwig Berblinger, eine Erfolgsgeschichte
Eine Ausstellung des Stadthauses Ulm zum Berblinger-Jahr 2020 anlässlich des 250. Geburtstages des Ulmer Erfinders, Flug-pioniers und Schneidermeisters Albrecht Ludwig Berblinger



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Links


Fulda Domplatz
Bonifazius

Staatstheater Hannover
Märchen im Grand Hotel

Philharmonie Luxembourg
Amelia s'envole

Interview zu Opernball
Volksoper Wien


Oper Nürnberg
Ball im Savoy

Theater Heidelberg
Idomeneo

Semperoper Dresden
Häuptling Abendwind

Theater Lübeck
Boris Godunow

Fulda Open Air
Bonifazius

Musikalische Komödie Leipzig
Das Feuerwerk

Theater Bielefeld
Orpheus in der Unterwelt

Oper Bonn
Le nozze di Figaro

Volksoper Wien
Der Opernball

Göteborgs Operan
Boris Godunov

Staatstheater Wiesbaden
Forza del destino


Presse:


IDOMENEO | Stadtheater Heidelberg | November 2018
Regie Peter Konwitschny

Es ist eine rabiate Kurzfassung dieser Oper, die der erneut zum "Regisseur des Jahres" gekürte Altmeister des Regietheaters hier auf die Bühne bringt. Okarina Peter und Timo Dentler bauen ein barockes Illusionstheater mit dauernd bewegten Wellen, die hoch und runter fahren - und das hinten auf der Bühne spielende Orchester wird in den ersten beiden Akten auch heftig auf und ab bewegt. Alles wankt, alle taumeln, man wird fast seekrank nur vom Zuschauen.
Rhein-Neckar Zeitung, 23. November 2018, Matthias Roth


Schon beim Betreten des Zuschauerraums wird das Publikum in Anspielung auf barockes Kulissen- und Maschinentheater von hohem Wellengang und Brandungsgeräusch empfangen. Zwischen Meer und erster Publikumsreihe liegen zwei Sanddünen auf dem zugedeckten Orchestergraben, die den Protagonisten eine nur sehr schmale und höchst instabile Aktionsfläche übrig lassen (Bühnenbild und Kostüme: Okarina Peter und Timo Dentler).
FAZ, 22.11.2018 Lotte Thaler


DIE CSARDASFÜRSTIN | Staatsoperette Dresden | Juni 2018
 
Für diese Inszenierung (…) haben Okarina Peter und Timo Dentler die Räume entwickelt. Da ist dieses ganz angemessen improvisiert wirkende Zirkus-Variete vor der Hofburg, deren Fassaden so verwirrend immer wieder verschwimmen, als wäre alles eine optische Täuschung, als wollten uns diese Bilder vermitteln, dass dies doch alles gar nicht wahr sein könne. Und weil weder der Zirkus noch ein Regierungsgebäude Orte der Wahrheit sind, spielt auch der dritte Akt an einem Ort, wo es sehr menschlich zugeht, im Foyer der Burg, an der Garderobe, zwischen jenen lebenswichtigen Türen mit den Zeichen, die angeben, wohin jede Frau und jeder Mann einfach mal verschwinden muss. Die Kostüme haben Eleganz, wenn es sein muss proletarische Schlichtheit.
Dresdner Neueste Nachrichten, 2. Juli 2018, Boris Gruhl
 
Köhler gibt der Operette, was sie braucht. Da hat er mit den Ausstattern Okarina Peter und Timo Dentler großartige Partner. Sie zaubern edle Garderobe und großzügige Bilder. Ein Zirkuszelt vor Wiener Straßenkulisse ist das Varieté, in dem sich Edwin in Sylva verliebte. Das Schäbige dieser Wanderbühne ist nur im Hintergrund erkennbar. Eine große Wahlkampfbühne vor der prächtigen Hofburg-Kulisse mit begehbarer Dachterrasse bietet viel Platz für große Szenen. Und bei der Verwandlung zum Garderobenfoyer des Palastes kann die Technik all ihre Raffinesse ausfahren.
Sächsische Zeitung, 3. Juli 2018, Jens Daniel Schubert


LE NOZZE DI FIGARO | Oper Bonn | Januar 2018
 
Für diesen atemlosen erotischen Reigen haben die Ausstatter Timo Dentler und Okarina Peter eine durchaus restaurierungsbedürftige herrschaftliche Villa auf die Drehbühne gestellt, die sehr trickreich Weite vorspielt und das Geschehen zugleich auf ein Kammerspiel zuspitzt. (…) Im Schlussbild der mit Recht heftig umjubelten Bonner Inszenierung gerät die Villa aus den Fugen, der Himmel hängt nicht voller Geigen, sondern voller Gewehre und Geweihe (der Graf ist offenbar auch ein Großwildjäger). Die Akteure gehen verwirrt von der Bühne ab, sie haben viel aufzuarbeiten.
General-Anzeiger, 30. Januar 2018, Ulrich Bumann
 
Stiehl inszeniert die Oper als klassische Komödie. (…)  In jeder Hinsicht unterstützend wirkt dabei das Bühnenbild von Timo Dentler und Okarina Peter: Zu sehen ist - das gräfliche Schloss vorstellend - ein aufgeschnittenes Puppenhaus über zwei Etagen, das sich nach Bedarf auf der Bühne dreht. Das für die Oper so wesentliche Türenmotiv bleibt in seiner Funktion erhalten, indes können Vorgänge in verschiedenen Zimmern simultan wahrgenommen werden. Zum Auftrittsduett Figaro/Susanna etwa ist der Intrigant und Grafen-Vertraute Basilio im oberen Stock mit stasi-affinem Abhör-Gerät zugange. Historisch - ablesbar an Ambiente und Kostümen - ist das Ganze nicht eindeutig situiert. (…)  Um das "Schloss" ist es erkennbar nicht gut bestellt, bröckelnde Fassaden und hängende Tapetenfetzen weisen es als Schrottimmobilie aus. Klar, die Tage dieser Herrschaftsform sind gezählt, und das erst recht im vierten Akt, wo das Anwesen dekonstruktivistisch in der Luft hängt.
Kölner Stadt-Anzeiger, 30. Januar 2018, Markus Schwering




Theater Baden-Baden | FAUST II

Harald Fuhrmanns Inszenierung am Theater Baden-Baden schlägt einen Bogen zum Anfang von «Faust I» in Fuhrmanns Inszenierung vor fünfeinhalb Jahren an selber Stelle mit dem weitgehend gleichen Team, so als sei auch die damalige Aufführung schon vom Ende des «Faust II» her gedacht gewesen.
Das gelingt dank des zentralen Elements in den Bühnenbildern beider Abende (Timo Dentler, Okarina Peters): einer Holzkiste, in der am Beginn von «Faust I» die Titelfigur zusammengedrängt kauerte, als Sinnbild eines Menschen, dem die Welt zu klein geworden ist (bzw. er ihr zu groß) und der sich in all seinem Bücherwissen lebendig begraben fühlt. Am Ende von «Faust II» ist sie dann der tatsächliche Sarg, in den der greise Faust, berauscht von den Visionen seiner Macht über die Elemente, einfach hineinkippt. (…) Sie ist auch Thron des Kaisers, Bühne für Fausts Gaukler-Auftritt bei Hof, der Ausguck-Turm seiner Raubritterburg, in die er die schöne Helena verschleppt, und vieles mehr.
Das klingt simpel, funktioniert aber bestens. Denn so wie die Kiste stets den Spiel- und Symbolcharakter der Szenerie betont, so entstehen auf der von Spiegelwänden umgebenen Felsenlandschaft mit Akteuren in hautfarbenen Kostümen Szenen, die deutungsoffen und konkret zugleich sind. (…) Mit diesem stets nachvollziehbaren, aber nicht auf platte Konsumierbarkeit heruntergebrochenen «Faust II» ist dem kleinen Haus, das auch «Faust I» wieder aufgenommen hat, ein großer Wurf gelungen.
Theatermagazin / Der Theaterverlag, Februar 2018, Andreas Jüttner
 


Peter Konwitschnys Boris Godunov Inszenierung in der Ausstattung von Okarina Peter und Timo Dentler wurde in riesiger Erfolg:

Brillant auch die folgenden Bühnenbilder von Timo Dentler und Okarina Peter: Das Kinderzimmer am Zarenhof ist ein klaustrophobischer Kasten, dessen goldener Wandbehang bei jeder Erschütterung grelle Lichtreflexe ins Publikum wirft. Und später ergötzen sich die mit Konsum ruhiggestellten Shopping-Queens und -Kings vor einer Einkaufswagen-Hüpfburg, auf der die Politik ihre entsprechend würdevollen Auftritte hat. Als der glücklose, von Meuchelmord-Vorwürfen psychisch zerrüttete Boris Godunow seinen Abgang macht, geht dem Bespaßungsgerät buchstäblich die Luft aus. Mittelbayerische Zeitung, 4. Oktober 2016, Juan Martin Koch

weitere Pressestimmen Boris Godunov


Einen großen Erfolg feierten Timo Dentler und Okarina Peter mit der Ausstattung von Zemlinskys DER ZWERG am Theater Chemnitz. Der Kritiker der FAZ schreibt begeistert:

Chemnitz geizt nicht und bringt die Oper DER ZWERG von Alexander Zemlinsky prächtigstmöglich heraus: Es war einmal eine nigelnagelneue Badewanne. Die stand auf silbernen Löwenfüßchen in einem kunterbunten Tulpenfeld. Über den wohlduftenden Schaumbläschen am schneeweißen Wannenrand sprachen die achtzehnjährige Infantin und der Zwerg gemeinsam über Liebe. Allein: Sie konnten zusammen nicht baden. Der Zwerg war viel zu hässlich.
Die Ausstattung von
Okarina Peter und Timo Dentler war wohl teuer, verdient aber einen Preis. Man sieht den Hof am „Geburtstag der Infantin“ (...) als Ringelreihen von Geschenkpaketen. Sie drehen sich auf der Bühne und noch einmal in sich selbst. In jeder Box steckt etwas anderes: ein Gipsschwan, auf dem die Infantin sich in lachsroter Seide räkeln kann, Elefantenstoßzähne mit Juwelenarmbändern, ein Bett mit zitronenfalterzarten Bezügen und eine rosa Riesentorte (…) Wenn der Zwerg in seinem geblümten Zweireiher die Treppe am Meer heruntersteigt und die Schönheit des Abends besingt, ist er stilistisch nicht weit weg von den weinenden Matrosen bei Gilbert & George. Diese farbenprächtigen Kostüme, diese ins Süßliche übersteigerte Bühnenwelt erzählen ja viel über einen krankhaften Konsumismus, aus dem die Menschen ihre Identität beziehen; über Ideale, nach denen sie ihr Äußeres optimieren; über Produkte, die die Phantasie in Vorgefertigtem ertränken.“ FAZ, 10. November 2015, Jan Brachmann


Timo Dentler und Okarina Peter waren verantwortlich für die Ausstattung von Peter Konwitschnys eindrücklicher Inszenierung der LADY MACBETH VON MZENSK am Kopenhagener Opernhaus:

"Eine ähnliche Klarheit – wenig Sentimentalität, dafür intensive Emotionen - zeichnet Konwitschnys Richtung, die Timo Dentlers schlichtes Bühnenbild und Okarina Peters kühne Kostüme verwendet, um das Drama mit unerschütterlichem Fokus zu projizieren. Die Bühne ist auf drei Seiten von einheitlichen quadratischen Fliesen gerahmt und wird von rechts nach links von einem Förderband durchkreuzt, dessen praktische Funktion es ist, den Sängern zu erlauben mit einer fixen Pose die Bühne zu betreten und zu verlassen; aber es symbolisiert auch die Gleichgültigkeit der Zeit gegenüber einzelnen Handlungen.“ Financial Times, 4. November 2014, Guy Dammann

Weitere Pressestimmen zu LADY MACBETH VON MZENSK