Aktuell ist Angela Denokes Karriere geteilt in Engagements als Sängerin:
mit Partien wie Herodias, Klytämnestra, Goneril und verschiedenen Uraufführungen in Zürich, Hannover, Brüssel, Antwerpen usw.

und
als Regisseurin :
Katja Kabanova, Salome, Macbeth, Don Giovanni, Tosca, La Bohème, Les Contes d'Hoffmann
und Die tote Stadt.

Aktuell Regie

Premiere 4. Oktober 2026 
Semperoper Dresden Guiseppe Verdi UN BALLO IN MASCHERA
Die Ausstattung Okarina Peter und Timo Dentler.
ML - Daniele Gatti - mit: Francesco Meli, Lodovico Ravizza, Nicole Car, Yulia Matochkina, Rosalia Cid u.a.
Semperoper Dresden

Premiere 30.Januar 2027
Saarländisches Staatstheater Saarbrücken
Engelbert Humperdinck - DIE KÖNIGSKINDER
Ausstattung: Susana Mendozza
 
Premiere 12. März 2027
Theater Lübeck
Francis Poulenc LES DIALOGUES DES CARMÉLITES
Ausstattung: Okarina Peter und Timo Dentler.
 
Premiere 7. Mai 2027
Oper Zürich - Theater Winterthur
Péter Eötvös' ANGELS IN AMERICA
Ausstattung: Okarina Peter und Timo Dentler.
Oper Zürich
 

Angela Denokes letzte Premiere in der Spielzeit 25/26 DIE TOTE STADT am Staatstheater Mainz zwar ein spektakulärer Erfolg für alle Beteiligten (Siehe ausgewählte Kritiken weiter unten in dieser Mail)
 
Staatstheater Mainz

Inszenierungen

Angela Denoke wurde für ihre Inszenierung von Richard Strauss Salome mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis in der Kategorie: Beste Regie ausgezeichnet! 


Katja Kabanova - Ulmer Theater
September 2021
 
Salome - Tiroler Landestheater Innsbruck
Februar 2022
 
Macbeth - Theater Regensburg
Januar 2023
 
Don Giovanni - Theater Hagen
Mai 2023
 
Tosca - Stadttheater Bremerhaven
September 2023
 
La Bohème - Theater Lübeck
April 2024
 
Les Contes d'Hoffmann - Staatstheater Oldenburg
April 2025
 
Die tote Stadt - Staatstheater Mainz
Oktober 2025
 
Un ballo in maschera - Semperoper Dresden
Oktober 2026

 
Die Königskinder - Saarländisches Staatstheater
Januar 2027
 
Les dialogues des Carmélites - Theater Lübeck
März 2027
 
Angeles in America - Oper Zürich
Mai 2027
 
 

Aktuell Sängerin

Angela Denoke singt in der Uraufführung von Ian Bells MEDUSA an La Monnaie, Brüssel die Rolle der Stheno
Premiere Mai 2026
ML Michiel Delanghe / R Lydia Steyer

An der
Vlaamse Opera Antwerpen war sie in einer Neuproduktion von Salome (Regie Ersan Mondtag) in der Partie der Herodias zu erleben.
Hier ist der Link zur
Aufführung

Angela Denoke sang im Frühjahr 2024 an der Staatsoper Hannover die Partie der Goneril in Aribert Reimanns Lear.

Ihm zur Seite ein in allen Rollen erstklassig besetztes Sängerensemble. Allen voran die Sängerinnen seiner drei Töchter. Goneril wird von Angela Denoke mit kühlem, unnahbarem Ausdruck und großer Stimm-Attacke gesungen. Klassik begeistert, 10. Februar 2024, Axel Wuttke
Weitere Pressestimmen
Die international renommierte Sängerdarstellerin Angela Denoke hat neben ihrer Weltkarriere als Konzert- und  Opernsängerin immer wieder mit eigenen Programmen in unterschiedlicher Besetzung auf sich aufmerksam gemacht. Ein besonderer Schwerpunkt sind hier politische und gesellschaftskritische Lieder aber auch Unterhaltungsmusik rund um Kurt Weill und den 20er und 30er Jahren. 
 

Downloads / Links

Hommage für Angela Denoke


Herzlichen Dank an Alexander Kluge und Team für die Zusammenstellung der Beiträge über besondere Produktionen mit besonderen Menschen. Ein Wiedersehen mit Gerard Mortier, Johannes Schaaf, mit Freunden und Kollegen, die mein (Sänger-) Leben bereichert haben.
Zusammenstellung ansehen
Presse: Die tote Stadt
 
Allgemeine Zeitung, 21. Oktober 2025, Johannes Brecker
Angela Denokes Inszenierung legt nahe, die Sache auch aus der Perspektive der Frau zu betrachten… Ob sie tatsächlich zum Femizid führt oder alles doch nur ein wahnhafter Traum ist, lässt die Regie absichtsvoll offen. Diese Vieldeutigkeit ist eine von vielen Stärken des knapp dreistündigen Abends, der einerseits in der Schwebe bleibt, zwischen Fantasie und Wirklichkeit, andererseits in der präzisen Personenführung Eindeutigkeit gewinnt in der subjektiven Betrachtung der Figuren.
 
In der Summe findet die Regie auch eine überzeugende Antwort auf die überbordende, Mitteilsamkeit der Partitur, der sie sehr einfühlsam folgt und doch eigenständig bleibt: als Erzählung des Todes, der ins Leben hineinregiert.
 
 
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Oktober 2025, Axel Zibulski
Sehnen und Wähnen
Mainz, der Grundton ist dunkel: Angela Denoke inszeniert am Staatstheater Erich Wolfgang Korngolds Oper "Die tote Stadt" mit überraschender Schlusswendung.
 
Im Zentrum freilich stehen Paul und Marietta, die Marie so ähnlich sieht, dass sich vor seinem Auge, die beiden Frauen, aber auch Traum und Realität, innere und äußere Welt überlagern. Dafür bietet die Szene in Mainz über ihre atmosphärische Dichte hinaus, eine starke Grundlage. In diesem surrealen Umfeld lässt die Regisseurin Paul, seine zwischen Marietta und Marie jonglierende Partnerin gleich mehrmals töten, aber auch das Messer gegen Frank, den Freund richten. Dabei verstrickt sich Denoke nie in psychologische Erklärungsversuche, sondern zeigt, was womöglich nur er sieht, und er ist offen, was Realität ist....
Vor solchen Traum und Albtraum Revuen verliert Denoke freilich nie den Blick für die stark profilierten Zweierbeziehungen, die vor allem von tiefen Empfindungen getragen wirken....
 
 
H.Boscaiolo, 19. Oktober 2025
Die Opernpremiere am gestrigen Abend schien allerdings die 1920er Jahre zurückgeholt zu haben. Es sei vorweggenommen: Diese Premiere endete mit einem Jubelgeschrei größten Ausmaßes, mit mehr als zehn Vorhängen, und nicht enden wollenden Bravo Rufen aus dem vollbesetzten Saal.
 
Subjektives Empfinden.Das Regieteam um Angela Denoke wiederum hat sich zwischen Realismus und Wahn entschieden und überlässt es eigenen Aussagen zufolge dem subjektiven Empfinden des einzelnen Zuschauers. Tatsächlich könnte man durchaus an bekannte Ehedramen der Weltliteratur und Filmwelt denken wie an Tolstois Anna Karenina, Edward Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf?, Strindbergs Totentanz, oder an Ibsens Nora wie auch Ein Puppenheim. Zusätzlich steckt in diesem Psychodrama noch viel Hitchcock und Edgar Allen Poe.
 


La Bohème am Theater Lübeck - April 2024


Diese „Bohème“ in der Inszenierung von Angela Denoke entlarvt Träume, die immer nur auf Illusionen bestanden, und spielt mit den klassischen Versatzstücken, ohne jemals der Kitsch-Gefahr zu erliegen.... Klassik begeistert, 26. April 2024, Dr. Andreas Ströbl

im Quartier Latin, zieht Denoke alle Register einer turbulenten Massengesellschaft... Am dichtesten am Original bleibt die mit vielen Einfällen und Details aufwartende Inszenierung im dritten Akt, wenn in fahlem Licht nicht allein Mimis Einsamkeit spürbar wird....

Hl-live, 27. April 2024, Güz.

Nachdenken dürfte gleich das riesige Exemplar von einem Kamin verursachen....und zitiert in seiner antikisierenden, aber kalten Pracht vieles, auch das Grundthema des Librettos, den Wunsch nach Wärme und Liebe. NMZ, 30. April 2024, Arndt Voß

Schon nach Ende des ersten Teils gab es großen Applaus, am Schluss wollte der Beifall kein Ende nehmen.
Lübecker Nachrichten, 27. April 2024, Jürgen Feldhoff

ausführlichere Pressestimmen.

Salome Tiroler Landestheater:


Als Titelheldin im Strauss-Schocker „Salome“ hat sie selbst oft den Kopf des Jochanaan gefordert. Nun glückt Angela Denoke eine kluge, genau beobachtende Regie am Tiroler Landestheater.
Vielleicht hätte er sich einen Ruck geben müssen. Auf die Religion samt ihrer Dogmen pfeifen und sich mit dieser Frau davonmachen: So dicht dran an einem Happy End zwischen Salome und dem Propheten Jochanaan war man selten. Ein langer, begehrender Blick, Liebkosungen, Körperkontakt, ein Wälzen bis zum Fast-Vollzug. Und das ohne alle Regie-Peinlichkeiten, die sonst das Fallen des Vorhangs erflehen lassen. Angela Denoke hat als Sängerin oft erlebt, wie der Titelfigur in „Salome“ von Richard Strauss mitgespielt wird. Etwa auch 2006 an der Bayerischen Staatsoper, damals in der anfechtbaren Regie von Hollywood-Mann William Friedkin („Der Exorzist“). Doch nun hat Denoke, die immer Gesamt- statt reines Vokalkunstwerk auf der Bühne war und ist, die Seiten gewechselt. Erstmals im vergangenen Herbst, als sie in Ulm Janáčeks „Katja Kabanova“ inszenierte, damals unter Pandemie-Bedingungen. Insofern ist ihre „Salome“ am Tiroler Landestheater die erste „richtige“ Regie. Überhaupt ist sehr vieles richtig bis erstaunlich gut an diesem Innsbrucker Premierenabend. Denoke erzählt das Stück als Reifeprozess einer jungen Frau, die sich aus einer seltsamen Tingeltangel-Varieté-Welt befreit und dafür Jochanaan benutzt. Keine Psychostudie eines kranken Teenies ist das, sondern mit großer Empathie ohne Bizarrerie aufgerollt. Oft auch sehr detailliert und klug beobachtend, gipfelnd in den genau choreografierten Begegnungen von Salome und Jochanaan. Letzterer haust nicht stückgemäß in der Zisterne, sondern ist anfangs auf der Bühne: kein geheimnisvolles Bibelwesen also, sondern ein Mensch mit Hormonstau.

Angela Denoke als sehr ernst zu nehmende Regie-Handwerkerin

Angela Denoke hat nicht nur den Blick für solch intime Momente, sondern auch für die Bühnen-Balance, den großen, 100 Minuten umspannenden Bogen, für ständige neue Durch- und Einblicke dank einer sich oft bewegenden, riesigen Treppenschraube. Kurz: Diese Künstlerin hat sich nicht nur viel gedacht, sie ist auch eine sehr ernst zu nehmende Regie-Handwerkerin. Man spürt, dass Denoke als Sängerin mit den Großen der Regie-Zunft sozialisiert wurde, mit Peter Konwitschny, Christoph Marthaler oder Nikolaus Lehnhoff. So klar und schlüssig wie vieles auf die Innsbrucker Bühne gebracht wird, so viel Unausgesprochenes, Mitgedachtes gibt es auch. Der Expressionismus der Entstehungszeit spiegelt sich wieder im Bühnenbild, die schwüle Welt des Fin de Siècle in den Nebenfiguren (Ausstattung: Timo Dentler, Okarina Peter). Bergs „Lulu“, ebenfalls die Tragödie über eine Männer-Projektionsfläche, weht herein. Auch Beunruhigendes, wenn eine zweite, kleine, stumme Salome auftaucht, offenbar die Schwester. Die beobachtet die Ältere genau, wiegt sich beim Schleiertanz selbst im Takt, um von den geilen Kerlen prompt bedrängt zu werden. Wie sehr „Salome“ auch von Pädophilem erzählt, wird hier gezeigt, ohne dass es Denoke plakativ ausinszeniert.

Vorgänger-Inszenierung stammt von Brigitte Fassbaender


Ihre Salome-Sängerin ist ein Glücksgriff. Jacquelyn Wagners heller, eher leichter Sopran, die Kraft fürs dramatische Finale, die natürliche Schilderung einer Frau an der Schwelle zum selbstbestimmten Erwachsensein – viel kommt da zusammen. Jochen Kupfer (Jochanaan) gestaltet mit kraftvollem, nie pastosem Charakterbariton. Die Erotik, wie sie sich Angela Denoke wohl vorstellte, wird nicht ganz eingelöst. Dafür ist Florian Stern ein ungewohnt jugendlicher, attraktiver Herodes, der seine Stieftochter sexuell bedrängt. Ursula Hesse von den Steinen, eingesprungen als Herodias, zieht gekonnt ihre Denver-Biest-Nummer ab. Lukas Beikircher am Pult dirigiert die Partitur nicht als Überwältigungsmusik. Vieles ist bedächtig, sorgsam entwickelt, manches auch nur verbucht. Das Tiroler Symphonieorchester spielt mit großer Vehemenz in den Streichern, Teile des Ensembles werden Corona-bedingt von draußen zugespielt. Besonders die Aufgipfelungen der letzten Minuten kommen da über den Klang-Kompromiss nicht hinaus. Was doppelt schade ist, weil diese Salome ihr Schicksal selbst wählt und mit geöffneten Pulsadern eine Art Liebestod stirbt. Man erinnere sich: Die Innsbrucker Vorgänger-„Salome“ stammt von Sängerinnenlegende Brigitte Fassbaender, seinerzeit Intendantin des Tiroler Landestheaters. Eine Inszenierung, die Stück und Stückgeschichte überblendete und die Titelheldin mit Oscar Wilde, dem Schöpfer der Vorlagedichtung, tanzen ließ. Es ist bis dato die beste Regie der Fassbaender – und Angela Denokes tolle Tat nun eine mehr als würdige Nachfolge-Produktion.
Markus Thiel, Februar 2022, Merkur

Fotos

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